Schröpfen

Schröpfen ist eine alternative Heilmethode aus der traditionellen Medizin, bei der Schröpfgläser durch Unterdruck auf die Haut gesetzt werden, um die Durchblutung, den Lymphfluss und die Muskelentspannung zu fördern und so Verspannungen und Schmerzen zu lindern. Die Technik wird angewendet, um Blockaden zu lösen, das Wohlbefinden zu steigern und die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, obwohl wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit begrenzt sind. Neben der traditionellen Anwendung in der TCM und westlichen Naturheilkunde findet das Schröpfen auch in der Sportmedizin und Kosmetik zunehmend Beachtung. 

Wie funktioniert Schröpfen?

Unterdruckerzeugung: Ein Therapeut erzeugt ein Vakuum in einem glockenförmigen Schröpfglas, entweder durch Hitze (Feuer) oder mechanische Vakuumpumpen. 

Anwendungsbereiche: Schröpfen wird häufig eingesetzt zur Linderung von: Rückenschmerzen und Muskelverspannungen, Allgemeinen Schmerzen, Erkältungs- und Atemwegserkrankungen, Stress und Müdigkeit, Funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates und der Verdauung. 

Vorteile: Lösung von Gewebeverhärtungen, Anregung der Durchblutung und des Lymphflusses, Schmerzlinderung, Stärkung des Immunsystems, Förderung des allgemeinen Wohlbefindens. 

Nebenwirkungen: Rötungen, Schwellungen und blaue Flecken sind häufige Nebenwirkungen, da rote Blutzellen durch den Unterdruck aus den Gefäßen austreten. 

Moxibustion

Moxibustion ist ein traditionelles chinesisches Heilverfahren, bei dem getrocknetes Moxakraut (oft Beifuß) über Akupunkturpunkten abgebrannt wird, um Hitze in den Körper einzubringen. Diese Wärme soll die Lebensenergie (Qi) aktivieren, Feuchtigkeit und Kälte vertreiben und die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisieren. Die Methode wird zur Behandlung von Schmerzen, Müdigkeit, chronischen Beschwerden und zur Drehung eines Babys bei Beckenendlage eingesetzt. 

Wie funktioniert die Moxibustion?

    1. Vorbereitung: Getrocknetes Moxakraut wird zu einer Art Stift oder Wolke geformt.
    2. Erhitzen: Das Kraut wird angezündet und glüht, wodurch eine intensive Hitze entsteht.
    3. Stimulation der Akupunkturpunkte: Der glühende Moxastift wird nah über der Haut gehalten, um Akupunkturpunkte zu erwärmen.
    4. Wärmewirkung: Die Wärme dringt in den Körper ein und soll den Fluss des Qi anregen und energetische Blockaden lösen. 

Anwendungsbereiche:

    • Schmerzen: Moxibustion wird zur Behandlung verschiedener Schmerzzustände eingesetzt.
    • Chronische Erschöpfung: Sie kann helfen, die körperliche und seelische Widerstandskraft zu stärken.
    • Fruchtbarkeitsbehandlung: Bei Frauen mit einem „kalten“ Uterus wird die Wärme zur Unterstützung der Fruchtbarkeit verwendet.
    • Beckenendlage: Bei Schwangeren kann Moxibustion helfen, ein Baby zur Kopflage zu drehen.
    • Andere Beschwerden: Auch bei chronischer Bronchitis, Asthma und depressiven Verstimmungen kommt sie zum Einsatz. 
Nach oben scrollen