Mentaltraining

Das mentale Training zielt darauf ab, die Kapazitäten des Gehirns umfassend, sinnvoll und vor allem auch bedarfsgerecht zu nutzen. Das Lösen mentaler und emotionaler Blockaden wie negative Überzeugungen, Zweifel und behindernde Verhaltensmuster ist hierfür die wichtigste Voraussetzung. Der Fokus kann sich anschließend frei auf die eigenen Ressourcen richten, über die jeder verfügt. Nur ist der Blick darauf leider oft verstellt. Mentales Training kann diesen klären, indem dazu anregt, aus seinen eigenen Ressourcen eine positive Sichtweise für die Gegenwart und Zukunft zu entwickeln. Aus dieser heraus ist man dann in der Lage, festgefahrene Verhaltensmuster zu erkennen und positive Alternativen zu entwickeln.

Auf der Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse können hier Fähigkeiten, die in uns schlummern oder bewusst verdrängt wurden, reaktiviert werden. Auch der Blick auf Stress und Stressbewältigungsstrategien, die Außenwirkung, ein gesteigertes Selbstvertrauen u.v.m. sind hier im Fokus.

Hilfreich sind dabei die wissenschaftlichen Fortschritte der Neurologie und der begleitenden Wissenschaftsbereiche. Sie haben unser Verständnis von der Funktionsweise des Gehirns drastisch verändert.

Als Mentaltrainerin beschäftige ich mich mit genau diesem Verständnis zur Funktionsweise und der individuellen Umsetzung.  Wir analysieren und verändern gegebenenfalls blockierende Verhaltensmuster in eine verträgliche Form. Welchen Nutzen kann meinem Mitmenschen dieses neue Wissen bei seinen alltäglichen Problemen bringen?

Hierbei sind uns der Respekt, den wir unserem Gegenüber entgegenbringen wollen, sehr wichtig. Auch Verschwiegenheit und das große Interesse an unseren Mitmenschen zeichnen uns aus.

In meinem Mentaltraining steht ein Wunsch ganz oben:

Ich möchte eine hilfreiche Unterstützung für meine Mitmenschen sein, damit sie ihr Leben ausgeglichen und aktiv leben können. Dabei möchte ich ihnen helfen, ihre ureigensten Kräfte wiederzufinden und zu beleben.

Das Augenmerk lag bis dahin in sehr geringem Maße in diesem Bereich. Die technischen Möglichkeiten sind mit den heutigen nicht vergleichbar. Wie überall in einer lebendigen Wissenschaft sind ähnliche, teils sogar komplett neue Erklärungsansätze in der Forschung zu finden.

Zum Glück können wir heute mit einem wesentlich größeren wissenschaftlichen Wissen Ansätze finden, wie die Arbeit unseres Gehirnes abläuft. Da setzt das Mentaltraining an. Die neuen Erkenntnisse lassen alte, blockierende Annahmen ganz blass aussehen. Hier können althergebrachte Glaubenssätze über Bord geworfen werden.

Aus der Forschung ist bekannt, dass alle Vorgänge im Gehirn einem Determinismus von vornherein festgelegten, wissenschaftlichen ergründbaren Gesetzmäßigkeiten folgt. Wie daraus dann dennoch ein freier Wille und Bewusstsein entstehen können, ist noch nicht nachvollziehbar. Umso spannender ist die Frage, was ich durch mentale Arbeit an positiver Veränderung erreichen kann.

Als Mentaltrainerin kann ich unter Zuhilfenahme dieser neuen Erkenntnisse aus einem wesentlich breiteren Rahmen heraus mit einem Klienten Ansätze zur Verhaltensänderung suchen und finden. Ich kann unbekannte, verdrängte, auch „verbotene“ Kompetenzen wieder in Einsatz bringen.

Denken erzeugt physikalisch messbare Schwingungen

Gedanken sind Energie.

Gedanken erzeugen ein multidimensionales Schwingungsfeld, das physikalisch messbar ist. Dieses Schwingungsfeld nehmen wir bei jeder Interaktion mit anderen wahr, und zwar durch unsere Gefühle. Wenn wir etwas denken, hat das einen Ausdruck auf emotionaler Ebene zur Folge. Und umgekehrt: Haben wir ein starkes Gefühl, beschäftigt sich unser Gehirn sofort mit diesen Reizen und verarbeitet sie. Das gilt übrigens auch für das Lernen: Wenn Sie neue Inhalte lesen oder hören und sie mit Gefühlen verbinden, nimmt Ihr Gehirn sie leicht auf. Interesse und Neugier wertet Ihr Gehirn als starke Gefühle. Sie transportieren den Input durch die bewertenden Filtersysteme im Gehirn, wodurch sie weiterverarbeitet werden können. Teile Ihres Gehirns funktionieren wie Prüfstellen, die entscheiden, ob ein Inhalt etwas taugt, und sie messen seinen Wert an der Stärke der Gefühle.

Gedanken erzeugen also Schwingung, die ihren Ausdruck auf emotionaler Ebene findet. Und auf körperlicher. Daher ist Ihre Körpersprache unmittelbarer Ausdruck Ihrer Gedanken. Ihre Gedanken haben also einen Gefühlsausdruck zur Folge und dieser wiederum einen körperlichen, der andere darüber informiert, was Sie fühlen. Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Gedanken Ihre Körpersprache formen, die wiederum Ihre Gedanken zu anderen transportiert. Zur Körpersprache gehören übrigens Ihr Blick und Ihre Mimik, Ihre Körperhaltung, Ihre Gestik, die Art und Weise, wie Sie gehen und sich bewegen, und auch Ihr Händedruck. 

Jeder Gedanke versetzt uns in einen emotionalen Zustand, der sein Schwingungsfeld nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Umwelt überträgt. Daher begegnen wir im Außen, also bei allem, was wir erleben und erfahren, was wir sehen und hören, wie in einem Spiegel uns selbst – unserer Denkweise, unserer emotionalen Verfassung, unserer Einstellung zum Leben. Wir kreieren also die Art und Weise unserer Interaktion mit anderen selbst. Das ist eine unglaublich weit tragende Erkenntnis, die uns in weit höherem Maß für unser Leben verantwortlich macht, als uns das bisher vielleicht bewusst war.

Doch im Grunde kennen Sie dieses Phänomen: Wenn Sie frisch verliebt sind, bekommen Sie in der Bäckerei ein Brötchen extra, ein wildfremder Mensch auf der Straße schenkt Ihnen eine Rose und Ihr sonst eher brummiger Kollege begrüßt Sie mit einem freundlichen Lächeln. Ist Ihnen dagegen früh morgens schon der Toast angebrannt, kann Ihr Ärger darüber Schwingungen – physikalisch messbare! – auf eine Art aussenden, dass man Sie auf der Straße anrempelt und Sie eine unfreundliche Bemerkung nach der anderen verkraften müssen. Wenn Sie nicht gegensteuern, geraten Sie in eine Spirale negativer Gedanken und daraus resultierender Reaktionen. Ihr Ärger verstärkt sich, Sie senden entsprechende Schwingungen aus und treten mit genau den Situationen in Resonanz, die Ihre emotionale Verfassung widerspiegeln.

Das Leben eines Menschen ist die Summe seiner Gedanken, sagte Marc Aurel.

Doch diese Wechselwirkung ist zum Glück keine feststehende und unveränderbare Konstruktion. Wir definieren nämlich unsere Wahrnehmungen und ihre Interpretation in jedem Augenblick neu. Unser Gehirn ist ständig aktiv, und die Schwingungen, die wir aussenden, können sich sehr schnell ändern. (Ich möchte noch einmal betonen, dass hier ausschließlich von physikalisch messbaren Schwingungen die Rede ist.)

Alles, was geschieht – wirklich alles –, ist Ausdruck dessen, was wir mit unserem Denken und dem dadurch evozierten Fühlen erschaffen. Es geschieht nichts in unserem Leben, das wir nicht auf die eine oder andere Weise selbst verursacht hätten.

Techniken des Mentaltrainings

Body Scan von Jon Kabbat-Zinn.

Der Body Scan schult Ihre Achtsamkeit nicht nur hinsichtlich Ihres Körpers, sondern auch hinsichtlich Ihres emotionalen Befindens. Dadurch erkennen Sie negative Denkmuster.

Die klassischen Entspannungsverfahren Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation versetzen das Gehirn in den sogenannten Alphazustand – in tiefe Entspannung, die die Grundlage für das Um- und Neuprogrammieren ihrer Gedankenmuster bildet. Die Phasen, in denen man beim Autogenen Training mit Autosuggestionen arbeitet (im tief entspannten Zustand nach bestimmten Formeln), bieten viel Raum, die Ursachen ihrer Probleme zu entdecken, in der angemessenen Relation zu betrachten und Konzepte zur Änderung bzw. Lösung der persönlichen Konflikte zu entwickeln. Der entspannte Zustand, in dem sie sich dabei befinden, befähigt sie dazu, Veränderungsmöglichkeiten zu erkennen und diese zu visualisieren.

Wenn das Gehirn in entspannten Alpha-Wellen schwingt, ist es kreativ und findet viel leichter Lösungen als im rational-fokussierten Beta-Wellen-Modus, unserem wachen und handlungsbereiten Alltagszustand.

Der Body Scan erhöht die Achtsamkeit.

Diese Eigenschaft stärkt die Wahrnehmung für das eigene Befinden, für andere und ist ein Schlüssel für mehr Erfolg, nicht nur in der Kommunikation. Gehen wir achtsam mit uns selbst um, spüren wir sofort, ob wir noch auf dem Weg sind, den wir gewählt haben, um unser selbst definiertes Ziel zu erreichen, oder ob wir in einer Sackgasse festhängen.

Kinesiologie

Kinesiologie als angewandte Methode ist ein alternativmedizinisches Heilverfahren. Es ist eine Methode, Blockaden und Stressmuster aufzulösen und das Wohlergehen zu erhöhen. 

Kinesiologie ist eine ungewöhnliche Heilmethode mit ganzheitlichem Ansatz, die Körper, Gehirn und Psyche mit verschiedenen Techniken schnell wieder ins Gleichgewicht bringt und damit mentalen und emotionalen Stress effektiv abbaut. Die Kinesiologie hat Elemente aus der Chiropraktik, der Psychotherapie, der Neurologie und der Akupunktur in ihr Angebot aufgenommen. Sie geht davon aus, dass die Körperzellen sehr genau wissen, was eine Krankheit oder ein emotionales Ungleichgewicht ausgelöst hat, und auch, was die Klienten zur Heilung brauchen. Sie hat sich die Erkenntnis zu eigen gemacht, dass Zellerinnerungen verändert und Zellen neu programmiert werden können – egal, ob es sich dabei um Körperzellen oder Nervenzellen im Gehirn handelt. Unser Leben liegt wie eine Kette aus weißen und schwarzen Perlen hinter und vor uns. Ziel der Kinesiologie ist es, die schwarzen durch weiße Perlen zu ersetzen. Kaum eine Methode ist so gut geeignet, körperliche und psychische Blockaden nachhaltig und mit wenig Aufwand zu lösen. 

Bei psychisch stabilen Klienten ist oft nur eine einzige Sitzung erforderlich, es sei denn, das Problem stellt sich als komplex dar. Die Klienten müssen jedoch selbst zur Heilung bereit sein und gedanklich der Neuprogrammierung ihrer Zellen zustimmen. Zweifel an der Therapie führen dazu, wieder in das alte Muster zurückzufallen, das letztlich nie vollständig gelöscht werden kann. Es erfordert Wachheit und Bewusstheit, den positiven Inhalt der neuen Programmierung zu leben. 

Diese alternative Heilmethode ist nur für emotional und gesundheitlich stabile Klienten geeignet, die aus eigenem Entschluss und hoch motiviert die kinesiologische Praxis aufsuchen, um an einem Thema, das sie in der Regel selbst benennen können, zu arbeiten.

Kinesiologie ist nicht nur eine sinnvolle Unterstützung bei der Problemlösung. Sie können mit dieser Methode Ihr persönliches Potenzial entwickeln, Ihre Fähigkeiten verbessern und Stärken ausbauen. Daher nutzen viele Menschen aus dem Management, in der Politik, im Sport, in der Kunst und auch Dozent/-innen, Pilot/-innen kinesiologische Techniken, um erfolgreicher zu sein.

Kinesiologie kann Menschen in einen ausgeglichenen Zustand versetzen, der ähnlich dem von Entspannungsübungen ist.

Neuro Linguistisches Programmieren 

NLP steht für Neuro-Linguistisches Programmieren. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Programmieren deutet auf Veränderungsprozesse hin, die Gehirn und Nervensystem (neuro) betreffen und durch unsere Sprache (Linguistik) initiiert und begleitet werden.

Im NLP werden Denk-, Glaubens- und Verhaltensmuster programmiert.

NLP verbindet die Bereiche Neurophysiologie – das ist die Wissenschaft von Gehirn und Nervensystem – und Linguistik – die Sprachwissenschaft – mit dem Ziel, Denk- und Verhaltensmuster des Menschen verstehbar zu machen und neu zu programmieren. Die Wurzeln des Programmierens liegen dabei in der Lerntheorie und dem Behaviorismus, der Verhaltenswissenschaft.
Mit anderen Worten: Wenn Sie etwas mit Ihren fünf Sinnen wahrnehmen, wird es in Ihrem Gehirn – neurologisch – abgebildet, verarbeitet und gespeichert. Mit unserer Sprache benennen Sie Ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen – linguistisch. Programmieren deutet auf Veränderungsprozesse hin, die Gehirn und Nervensystem (neuro-) betreffen und durch unsere Sprache (linguistisch) initiiert und begleitet werden.

Der Prozess des Neurolinguistischen Programmierens macht den Zusammenhang folgender Faktoren bewusst:

    • N –unsere Sinneswahrnehmungen und die Prozesse des Nervensystems, die unser Sprechen und Handeln steuern,
    • L –die Verarbeitung bzw. Kodierung dieser Erfahrungen durch unsere Sprache (Worte, Körpersprache, Schrift, Symbole) und
    • P –die Prozesse der Verknüpfung dieser Erfahrungen zu unserem inneren Weltbild, unseren Einstellungen, Werten und zu unserem Verhalten anderen Menschen gegenüber.

Durch NLP analysieren Sie Ihre Überzeugungen, Denk- und Verhaltensmuster im Hinblick darauf, ob und auf welche Weise Sie diese verändern können, um ein positiveres Weltbild zu schaffen und die entsprechende Verhaltensweise zu finden, durch die Sie Ihre neuen Glaubensmuster in Ihre individuelle Realität integrieren können.

NLP ist ein zeitgemäßer Weg zu schöpferischer Kommunikation und einem tiefen menschlichen Verständnis für sich selbst und für andere. Es eignet sich daher, um effektive Veränderungen der Denk- und Glaubensmuster sowie des Verhaltens zu bewirken. Es führt uns zu einem natürlichen Verständnis für die Komplexität unserer Persönlichkeit. Es zeigt uns die Ursachen für unser Denken, unsere Überzeugungen und unser Verhalten anderen gegenüber.

Die Anwendung von NLP führt zu einem offenen und wertschätzenden Umgang mit anderen.

Ein Ziel des NLP ist die Entwicklung einer Kommunikationskultur im Alltag, die durch zutiefst menschliche Werte wie Verständnis, Wertschätzung, Integrität, Achtsamkeit und Offenheit geprägt ist. Dabei lehrt NLP auch, uns selbst wertzuschätzen. Wie kann ich andere achten und verstehen, wenn ich mich selbst nicht achte und verstehe?

NLP lenkt unsere Wahrnehmung vom Problem zur Lösung. Es ist also ein lösungsorientierter Ansatz, und es unterstützt sinnvolle Veränderungsprozesse.

Veränderungsarbeit

Ein Veränderungsprozess gliedert sich in drei Schritte, die für ein gutes Mentaltraining von großer Bedeutung sind:

    1. Problemklärung
    2. Zieldefinition
    3. Ressourcenfindung und -integration

Wir trainieren den Wechsel der Perspektiven und regen dazu an, Dingen, Situationen, Erfahrungen und Erlebnissen neue lebensbejahende Bedeutungen zuzuordnen. Dadurch führe ich Sie in eine mentale Freiheit, die durch Flexibilität gekennzeichnet ist. Sie lernen dabei, Ziele zu definieren, neue Verhaltensweisen zu entwickeln, ihre Fähigkeiten zu erweitern und ihre Zuversicht zu stärken. 

Beim ersten Schritt steht das genaue Bestimmen und Klären des Problems im Vordergrund. Die Problemklärung.

Im zweiten Schritt: die Zieldefinition. Auch das Ziel sollte genau definiert und entsprechend formuliert werden.

Der dritte Schritt der Veränderungsarbeit ist die Ressourcenfindung und -integration.

Ressourcenarbeit

Ressourcen sind unsere Stärken: unsere Potentiale, Fähigkeiten, Fertigkeiten, nützliche Verhaltensweisen, Wissen, bestimmte Kenntnisse und positive Erinnerungen. Neben diesen inneren Ressourcen verfügen Sie auch über äußere Ressourcen. Dazu zählen soziale Kontakte, die für Sie wichtig sind – Bezugspersonen, Freunde, Kollegen, Bekannte und Familienangehörige, die Sie unterstützen. Auch materielle Werte und Geldmittel sind äußere Ressourcen.
Ressourcen unterstützen uns darin, problemlösende Ziele zu finden und zu erreichen. Doch oft ist der Fokus bei einem Problem verengt, und wir übersehen die Möglichkeiten, aus den eigenen Ressourcen Energie zu schöpfen.

Ressourcen sind Kraftquellen. Sie stehen jedem von uns zur Verfügung und können bei Veränderungsprozessen sinnvoll genutzt werden.
Wir verfügen über innere und äußere Ressourcen.
Innere Ressourcen sind Ihre Eigenschaften, Stärken, Fähigkeiten, Strategien, Neigungen, Talente, positive Erfahrungen und Erinnerungen, auch Religiosität kann eine Ressource sein. Motivation ist ebenfalls eine sehr wichtige und kraftvolle innere Ressource.
Äußere Ressourcen sind Menschen, Tiere, finanzielle Mittel und Ihr materieller Besitz, aber auch Beziehungen, Berufsumfeld und Orte.

Diese persönlichen Ressourcen umfassen alles, was Sie wissen, gelernt haben, Ihre Gesundheit, Ihre Beziehungen, Ihre Verhaltensweisen. Jede Form der Anerkennung, die Sie erhalten, und die Ethik, die Sie entwickelt haben, gehören genauso dazu wie zum Beispiel auch Ihre Beziehung zu Ihrem Hund und zu Pflanzen, zur Natur und Ihrer gesamten Umgebung. Alles, was Sie lieben, ist ein Teil Ihres Potenzials, vom Kartoffelpuffer bis zum beruhigenden In-die-Sterne-Gucken an klaren Sommerabenden und der Erinnerung an einen besonderen Moment oder Erfolg – es gibt dafür keine Wertung. 

Eine Ressource kann – und darf – vollkommen banal oder eine außergewöhnliche Erfahrung sein.

Jedes Mal, wenn unsere Sinne den gleichen Reiz wieder verarbeiten, ist auch das Erlebnis wieder präsent.

Bei der Ressourcenaktivierung im Coaching ist es das Ziel, bereits vorhandene Fähigkeiten, Kompetenzen und Prozesse wieder in Erinnerung zu bringen und unterstützend in den Entwicklungs- oder Veränderungsprozess einzubringen. 

Progressive Muskelrelaxation

nach Edmund Jacobson. Die Entspannungsmethode „Progressive Relaxation“, von E. Jacobson entwickelt, ist eine aktive, systematische und standardisierte Entspannungsmethode, bei der nacheinander willentlich steuerbare Muskelgruppen des ganzen Körpers angespannt und wieder gelöst werden. Die über das Maß der chronifizierten Anspannung wird willentlich eine längere Anspannungsphase aufgebaut. Der folgende Lösungsprozess über das Loslassen der Spannung ist bereits der Beginn einer willentlich herbeigeführten Entspannung. Das Prozedere über viele der wichtigsten Muskelgruppen im menschlichen Organismus, regelmäßig ausgeführt, führt zu einer fortschreitenden (progressiven) Entspannung, welche auf Dauer und überdauernd kontinuierlich das hohe (Über-) Spannungsausmaß herabsenkt. Das dabei auftretende Kontrasterleben steigert das Körperempfinden in den entsprechenden Hirnarealen und bessert die Entspannungsfähigkeit. Nicht mehr über die Entspannung reden, sondern körperlich und geistig spüren – und das bracht Zeit.

Im Prinzip kann jede Person als vorbeugende Maßnahme die progressive Relaxation nach Jacobson erlernen, wenn nicht vorher abzuklärende Kontraindikationen dagegen stehen. Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zum regelmäßigen Üben ist notwendig erforderlich. Wer von 18 Jahren bis ins hohe Alter die geistige Bereitschaft mit viel Geduld und Achtsamkeit zu diesen Übungen mitbringt, kann ohne Schwierigkeiten an dem Erwerb der progressiven Relaxation in Einführungskursen teilnehmen. Die Veranstaltung ist auch insbesondere für Interessenten gedacht, die eine erhöhte Stressbelastung haben und eine Entspannungsmethode erlernen möchten.

Die Progressive Muskelrelaxation (auch „Progressive Muskelentspannung“ genannt) wurde von Edmund Jacobson Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Grundsätzlich geht es dabei darum, willkürlich Entspannungszustände herbeizuführen und
den Körper auf Wunsch zu entspannen. Um das zu erreichen, spannt man die einzelnen Körperteile an, hält die Spannung einige Sekunden und lässt dann los. Dabei fokussiert man die unterschiedlichen Zustände des Körpers, man fühlt sie, bis sie nachvollziehbar sind. Idealerweise trainiert man dies so lang, bis man den Entspannungszustand ohne die Anspannung hervorrufen kann.

Die Progressive Muskelrelaxation ist ein modernes, leicht zu erlernendes Entspannungsverfahren. Die Methode eignet sich vor allem für Menschen, die noch keine Entspannungstechniken kennen und beim Stillliegen oder -sitzen schnell unruhig werden.

Der Entspannungsphase nach der intensiven Anspannung wird dabei große Bedeutung beigemessen. Insgesamt werden 16 Muskelgruppen von den Füßen bis zum Kopf „bearbeitet“.

Progressive Muskelentspannung sorgt für körperliche Entspannung, mentale Ausgeglichenheit und emotionale Stabilität.

Ziele der Progressiven Muskelrelaxation sind neben körperlicher Entspannung auch mentale Ausgeglichenheit, Gelassenheit und emotionale Stabilität. Man ist nicht mehr so schnell aus dem Gleichgewicht zu bringen, wenn man die Entspannungsmethode regelmäßig praktiziert. Außerdem soll eine allgemeine Vitalisierung und Steigerung des
Energieniveaus erreicht werden.

Kontraindikationen

      • akuter Hexenschuss
      • Muskelentzündung (Myositis)
      • akutes Muskelrheuma
      • andere akute Muskelerkrankungen
      • akute Arthritis
      • Herzinsuffizienz
      • akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Progressive Muskelentspannung ist frei von Suggestionen oder spirituellen Färbungen.

Wesentlich für den Erfolg dieser Entspannungstechnik ist die notwendige Isolation der verschiedenen Muskelgruppen. Wenn Sie bestimmte Muskeln anspannen – bei der Progressiven Relaxation handelt es sich meistens um Muskelgruppen, nicht um einzelne Muskeln –, ist es sehr wichtig, dass alle anderen Muskelpartien vollkommen entspannt sind. Hier liegt die eigentliche Herausforderung. Der Körper soll ja Schritt für Schritt entspannt werden und zum Schluss vollständig entspannt sein.

Agoraphobie

Agoraphobie ist die Furcht oder Angst vor Situationen oder Orten (z. B. in Menschenmengen und Einkaufszentren oder während des Fahrens), die das Gefühl erwecken, ihnen schwer entkommen zu können und im Fall eines Angst- oder Panikanfalls keine Hilfe zu bekommen. Diese Situationen oder Orte werden häufig gemieden oder nur unter großer Qual ertragen.

Agoraphobie ist eine Art der Angststörung. Ungefähr 30 bis 50 Prozent der Betroffenen mit Agoraphobie leiden auch an einer Panikstörung. Etwa 2 Prozent der Betroffenen leiden jährlich an Agoraphobie. Agoraphobie entwickelt sich häufig im Jugend- und jungen Erwachsenenalter, kann aber auch bei älteren Erwachsenen auftreten.

Häufige Beispiele von Situationen oder Orten, die furcht- und angstauslösend sind, sind unter anderem:

  • In einer Bank oder im Supermarkt anstehen
  • In der Mitte einer langen Reihe in einem Theater oder Klassenzimmer sitzen
  • Öffentliche Verkehrsmittel, wie z. B. ein Bus oder ein Flugzeug nutzen
  • Das Hause verlassen

Manche Menschen entwickeln eine Agoraphobie, nachdem sie in einer dieser Situationen eine Panikattacke erlebt haben. Andere Menschen fühlen sich in solchen Situationen einfach nur unwohl und entwickeln nie oder erst später Panikattacken im Zusammenhang mit diesen Situationen. Eine Agoraphobie beeinträchtigt oft den Alltag, in manchen Fällen so drastisch, dass die Betroffenen das Haus nicht mehr verlassen.

Eine Konfrontationstherapie hilft bei mehr als 90 Prozent der Betroffenen.

Auch eine kognitive Verhaltenstherapie kann hilfreich sein. Im Rahmen dieser Therapie lernen die Betroffenen Folgendes:

  • Verzerrte Gedanken zu erkennen
  • Verzerrtes Denken zu kontrollieren
  • Ihr Verhalten entsprechend anzupassen

Akrophobie - Höhenangst

Bei einer Akrophobie zeigen Betroffene starke Angst, wenn sie sich in Höhe befinden oder wenn sie damit gedanklich konfrontiert werden. Dies kann beispielsweise bei Brücken auftreten, Bergen, Baugerüsten, Leitern, Hochhäusern und ähnlichem. Die Angst vor der Höhe tritt bei Betroffenen meist mit einer Reihe körperlicher Symptome auf, welche nach wenigen Minuten den Höhepunkt der Ausprägung zeigen.

Bei Menschen mit ausgeprägter Höhenangst kommt es häufig zu einem sogenannten „Vermeidungsverhalten“: Sie versuchen Situationen zu umgehen, in denen sie sich in Höhen befinden oder begeben könnten, oder mit entsprechenden Reizen konfrontiert werden könnten. Wer unter Akrophobie leidet, wird vermutlich auf keinen Berggipfel wandern wollen, Skilift fahren, Fernsehturm besichtigen, an einer Kletterwand klettern usw. Allein die Vorstellung kann zu Panik führen, wenn Betroffene sich mental dies ausmalen.

Durch eine Akrophobie kann es zu sozialen und beruflichen Folgen kommen, wenn beispielsweise an Aktivitäten nicht teilgenommen wird, die Berufswahl eingeschränkt wird usw. Weitere Ängste, wie beispielsweise eine Flugangst, kann durch eine Akrophobie ausgelöst werden.

Körperliche Symptome einer Akrophobie

Physische Beschwerden, die bei einer Akrophobie (Höhenangst) ausgelöst werden können, wenn Betroffene sich in entsprechenden Situationen befinden, sind meist:

  • Atemnot
  • Herzklopfen
  • Herzrasen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Schweißausbrüche
  • Benommenheit
  • Zittern
  • Weiche Knie
  • Schlaflosigkeit
  • Versagen der Stimme
  • Lähmungserscheinungen
  • Todesangst
  • …und weitere

Die Symptome treten bereits nach wenigen Sekunden nach der Konfrontation mit dem gefürchteten Stimulus ein und nehmen zunächst an Stärke zu.

Generalisierte Angststörung

Was ist das genau und wie äußert sie sich...

Generalisierte Angststörung  – Sie haben eine Angst-Störung.

Die Angst ist generalisiert und anhaltend. Sie ist nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt, oder auch nur besonders betont in solchen Situationen, sie ist vielmehr „frei flottierend“. Die wesentlichen Symptome sind variabel, Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Benommenheit, Herzklopfen, Schwindelgefühle oder Oberbauchbeschwerden gehören zu diesem Bild. Häufig wird die Befürchtung geäußert, der Patient selbst oder ein Angehöriger könnten demnächst erkranken oder einen Unfall haben.  

Angstneurose | Angstreaktion | Angstzustand

Angst ist ein unangenehmes Gefühl von Bedrohung. Es gibt seelische Erkrankungen, bei denen man stärkere Angst hat als normal oder die Angst ohne einen angemessenen Grund auftritt. Es gibt verschiedene Ursachen für diese seelischen Erkrankungen. Dabei können körperliche und seelische Einflüsse eine Rolle spielen.

Sie haben eine seelische Erkrankung. Sie haben dadurch schon über einen längeren Zeitraum mehr Angst als normal. Bei dieser Erkrankung kann man auch viele Befürchtungen und Sorgen haben.

Wenn man Angst hat, dann können verschiedene Beschwerden auftreten. Man kann sich zum Beispiel angespannt oder benommen fühlen. Mögliche andere Beschwerden sind zum Beispiel Schweißausbrüche, Zittern oder Herzklopfen. Es kann auch sein, dass man Verdauungs-Beschwerden hat oder die Muskeln verspannt sind.

Hinweis:Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Qi Gong & Entspannungs-Techniken AT nach Schultz & PMR nach Jacobson

Wenn wir über Entspannung reden, ist damit ein Zustand gemeint, in dem wir uns sehr wohlfühlen. Entspannung hat dabei durchaus bestimmte Merkmale, die sich beobachten lassen.

Physiologische Kennzeichen von Entspannung:

neuromuskuläre Veränderungen:
 – Abnahme des Tonus der Skelettmuskulatur
 – Veränderung der Reflextätigkeit

kardiovaskuläre Veränderungen:
 – periphere Gefäßerweiterung (Vasodilatation, speziell in den Hautarealen)
 – geringfügige Verlangsamung des Pulsschlags
 – Senkung des arteriellen Blutdrucks

respiratorische Veränderungen:
 – Verminderte Atemfrequenz und Atemtiefe
 – Gleichmäßigkeit der einzelnen Atemzyklen
 – Abnahme des Sauerstoffsverbrauches

elektrodermale Veränderungen:
 – Zunahme der Hautleitfähigkeit
 – Zunahme der Hauttemperatur

zentralnervöse Veränderungen:
 – Veränderungen in der hirnelektrischen Aktivität (synchronisierte Alphawellen, vermehrte Thetaaktivität im EEG)

Psychologische Effekte von dauerhaften Training von Entspannungsübungen:

 • affektive Indifferenz (man nimmt alles nicht mehr so ernst)
 • mentale Frische nach den Übungen
 • Erhöhung der Wahrnehmungsschwelle für Außenreize

Entspannung hat körperliche und psychische Auswirkungen. Neben ruhigerem Puls, Gefäßerweiterung und geringerem Muskeltonus verbessert sich außerdem die Atmung, die Hautleitfähigkeit und -temperatur nimmt zu und im Gehirn sind zunehmend Thetaaktivitäten nachweisbar. Psychische Effekte sind zunehmende affektive Indifferenz, ein Gefühl von Erholung sowie eine Erhöhung der Wahrnehmungsschwelle für Außenreize. Um eine Bereitschaft für Entspannungstraining zu entwickeln, benötigt man Aufgeschlossenheit. Eine Beruhigung der Gedanken ist dabei förderlich.

Entspannung ist dabei nichts, das man einfach aus dem Buch lernt und dann kann man es, sondern es ist eine Fähigkeit, vergleichbar mit einer Sportart. Man muss Entspannung trainieren.

Dabei kommt es weniger auf die Dauer, sondern eher auf die Stetigkeit und die Wiederholungen an.

Weitere Entspannungstechniken

Atemmeditation/Shine-Meditation

Die Shine-Meditation ist eine Übung aus dem Buddhismus. Konkret geht es um eine Beruhigung des Geistes. Bei dieser Meditation geht es weniger darum, stundenlang zu sitzen, sondern vielmehr darum, stetig täglich zu trainieren und so eine Gewohnheit aufzubauen, die Gewohnheit der geistigen Ruhe.

Yoga Nidra

Yoga Nidra ist eine yogische Form der Tiefenentspannung, die zusätzliche eine Visualisierung nutzt. Ziel ist dabei, in einem wachen Zustand durch tiefe Entspannung ganz im Hier und Jetzt zu sein. Dadurch sollen positive Veränderungen im eigenen Geistesleben erreicht werden. Der Bewusstseinszustand ist dabei wach, jedoch knapp an der Grenze zum Schlaf.

Beim Yoga Nidra arbeitet man auch mit Suggestionen (Sankalpa genannt), die wir genau wie beim Autogenen Training in Form von speziellen Formeln nutzen können.

Geführte Meditation 

Eine geführte Meditation begleitet dich stimmlich durch die Meditation. 

Meditation ist ein fester Bestandteil vieler spiritueller Traditionen. Die positiven Effekte auf Körper und Geist sind mittlerweile auch wissenschaftlich erforscht.

Eine regelmäßige Meditationspraxis kann die Struktur unseres Gehirns nachhaltig verändern und uns helfen, besser mit unseren Gedanken und Gefühlen umzugehen. Meditation fördert die

  • Konzentrationsfähigkeit,
  • Gelassenheit,
  • Entspannung
  • und körperliche Gesundheit.

Bei einer geführten Meditation wirst du von einem:r Lehrer:in auf die Meditation vorbereitet und in die Stille begleitet. Du brauchst nur allen Anweisungen aufmerksam zu folgen, um meditieren zu lernen.

Meditation

Meditation bezeichnet eine Gruppe von Geistesübungen, die in verschiedenen Traditionen seit Jahrtausenden überliefert sind. Ein wesentliches Element meditativer Techniken ist das bewusste Steuern der Aufmerksamkeit. Das Üben von Meditation soll nachhaltige positive Veränderungen im Denken, Fühlen und Wahrnehmen bewirken oder zu bestimmten religiös definierten Einsichten und Zuständen führen. Effekte von Meditationstraining auf Kognition, Emotionen, Hirnfunktion, Immunsystem, Epigenetik sowie auf die psychische Gesundheit sind wissenschaftlich belegt. Meditation ist ein zentrales Element in verschiedenen Religionen, insbesondere dem Buddhismus, wie auch im Hinduismus, Konfuzianismus und Christentum. Seit dem 20. Jahrhundert wird Meditation zunehmend auch in der westlichen Welt praktiziert und wissenschaftlich erforscht. 

Was ist Meditation?

Meditation ist ein Sammelname für teilweise sehr unterschiedliche Techniken, die wichtige Bestandteile in allen Weltreligionen waren und sind, insbesondere im Hinduismus und Buddhismus. Sehen wir uns einige Beispiele an: Eine zentrale Meditationsübung  in vielen Traditionen besteht darin, den Atem zu beobachten.

Einige Varianten: Darauf achten, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt und dies benennen – „heben“, „senken“; sich auf den Sinneseindruck konzentrieren, den der aus- und eingehende Atem an der Nasenöffnung hinterlässt; die Atemzüge zählen. Das Sich-Beobachten ist jedoch nicht auf den Atem beschränkt. Alle Teile des Körpers, sowie Gefühle und Gedanken können Meditationsobjekte sein.

Eine in vielen buddhistischen Traditionen praktizierte Übung besteht darin, einfach dazusitzen und zu beobachten, welche Körperempfindungen, Sinneseindrücke, Gefühle und Gedanken hintereinander auftauchen, ohne daran haften zu bleiben. Bei manchen Meditationstechniken werden Atem, Körper, Gefühle und Gedanken jedoch nicht nur beobachtet, sondern auch systematisch beeinflusst. Beispielsweise verlangsamen manche Meditierende (zu Beginn unter Aufsicht!) ihren Atem deutlich oder konzentrieren sich auf „Energiezentren“ (Chakren), um sie zu aktivieren. Auch der sogenannte Body-Scan, eine systematische Erkundung und Entspannung des ganzen Körpers, gilt als Meditationstechnik.

Eine weitere verbreitete Technik, die in der sogenannten Transzendentalen Meditation, aber auch im Christentum und im Islam eine zentrale Rolle spielt, ist das Wiederholen von besonderen Silben, Wörtern oder Sätzen, sogenannten Mantras. Sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus werden positive Gefühle wie Liebende Güte (Herzensgüte, Wohlwollen anderen gegenüber), Mitgefühl oder Mitfreude (Freude, dass es einem selbst und anderen gut geht) systematisch kultiviert – auch diese Praktiken zählen als Meditationstechniken.

Eine noch weit stärkere Rolle spielen Gefühle in Meditationsansätzen wie etwa im Sufismus, in der christlichen Mystik oder im hinduistischen Bkakti Yoga, in denen es darum geht, eine Liebesbeziehung zum Göttlichen aufzubauen, um in der angestrebten mystischen Vereinigung sein eigenes (falsches) Ego aufzugeben. Und schließlich gibt es noch eine Vielzahl von Meditationsverfahren in Bewegung. Sehr verbreitet ist Gehmeditation, bei der sich die Meditierenden etwa auf die Sinneseindrücke konzentrieren, die beim Gehen an den Fußsohlen entstehen.

Diese kurze (und unvollständige) Aufzählung von Meditationstechniken sollte deutlich gemacht haben, dass „Meditation“ sehr unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Dies gilt auch für den Begriff „Achtsamkeitsmeditation“. Die derzeit bekannteste Form der Achtsamkeitsmeditation, das MBSR- (Mindfulness Based Stress Reduction) Programm beinhaltet unter anderem das Achten auf den Atem, Liebende-Güte-Meditation, Gehmeditation, Yoga-Übungen und das aufmerksame Essen einer Rosine. Aber auch viele andere Kombinationen von Techniken, meist mit buddhistischem Hintergrund und nicht selten eingebettet in einen psychotherapeutischen Kontext, werden in der Forschungsliteratur als Achtsamkeitsmeditation bezeichnet. Achtsamkeitsmeditation ist also weder eine genau definierte Technik noch ein Synonym für Meditation, als was der Begriff manchmal betrachtet wird.

Welche Auswirkungen hat Medita­tion?

Eine kürzlich durchgeführte umfassende Metaanalyse zur Wirkung von Meditation bei Gesunden fand ausgeprägte positive Auswirkungen in nahezu allen untersuchten Aspekten. Unabhängig von der praktizierten Art der Meditation war die Wirkung auf Gefühlsaspekte (zum Beispiel Reduzierung von Angst und anderen negativen Emotionen) stärker als die auf kognitive Aspekte (zum Beispiel Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis). Am stärksten wirkte sich Meditation auf die Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen aus. Außerdem ergaben die Analysen, dass Meditation mehr ist als ein Entspannungs- oder ein Denktraining, und es fanden sich Hinweise darauf, dass unterschiedliche Meditationstechniken unterschiedliche Wirkungen haben.

Metaanalysen zu den therapeutischen Wirkungen von Meditation, in denen beispielsweise die Auswirkungen auf Angst, Schmerzen oder Depressivität bei Patienten untersucht wurden, ergeben ein ähnlich positives Bild. Allerdings sind die Effekte weniger stark ausgeprägt als bei Gesunden, und in allen untersuchten Aspekten wirkt Meditieren nicht besser als Entspannungstrainings und konventionelle psychotherapeutische Ansätze. Es zeichnet sich zudem deutlich ab, dass Meditation zwar bei der Behandlung psychischer Probleme durchaus hilfreich sein kann, aber kein Ersatz für Psychotherapie ist.

Die Ergebnisse aus Metaanalysen zu den Auswirkungen des Meditierens auf das Gehirn legen nahe, dass sich die Gehirnstrukturen erfahrener Meditierender in charakteristischer Weise von denen Nichtmeditierender unterscheiden und dass sich spezifische Arten von Meditation langfristig unterschiedlich auf die gehirnphysiologischen Vorgänge bei der Verarbeitung von Reizen auswirken. Die Ergebnisse aus der Hirnforschung passen insgesamt gut zu den Befunden aus den psychologischen Studien.

Wie wirkt Meditation?

Es gibt einige erfolgversprechende Versuche, Meditationstheorien aus hinduistischen oder buddhistischen Ansätzen zu extrahieren und auch zur Wirkung von Achtsamkeitsmeditation liegen einige westliche Erklärungsversuche vor. Ein zentraler Wirkmechanismus, der in vielen theoretischen Ansätzen postuliert wird, besteht darin, dass Meditieren dazu führt, eingefahrene emotionale und kognitive Reaktionstendenzen wieder zu „verlernen“. Zum Beispiel bemerken wir oft nur unseren Ärger, nicht jedoch die Auslösereize und Gedanken, die dazu geführt haben. Durch Meditieren können wir lernen, alle Bestandteile der Assoziationskette wahrzunehmen, was langfristig die Häufigkeit und auch die Stärke negativer Emotionen merklich reduzieren kann. Eine umfassende Theorie, die erklärt, wie Meditation wirkt, fehlt jedoch bislang noch.

Lohnt sich das Meditieren?

Meditieren hebt unsere Stimmung, verbessert unseren Umgang mit Gefühlen, verstärkt unsere positiven Persönlichkeitseigenschaften, erhöht unsere Konzentrationsfähigkeit und macht unser Denken klarer. Das Ausmaß, in dem all das geschieht, ist nicht dramatisch, aber deutlich messbar. Meditieren kann allerdings auch mühsam sein: Aus einem vollgepackten Tagesablauf muss täglich Zeit für das Meditieren gefunden werden, das Sitzen kann unangenehm sein und unweigerlich werden Durststrecken auftreten. Trotzdem, und obwohl noch viele Fragen offen bleiben, legen die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nahe, dass die Antwort auf die Frage, ob es sich lohnt, mit dem Meditieren anzufangen, nur „Ja“ sein kann.

Resilienz

Was ist Resilienz und wie kann sie gefördert werden?

WAS IST RESILIENZ? 

Im Zusammenhang mit dem Wechsel der Blickrichtung in den Human- und Gesundheitswissenschaften zu den Ressourcen und gesunderhaltenden Faktoren findet das Konzept der Resilienz – also der seelischen Widerstandskraft – und seiner Förderung zunehmend Beachtung in Forschung und Praxis (Wustmann, 2004; Opp & Fingerle, 2007; Zander, 2011; Fröhlich-Gildhoff, Becker & Fischer, 2012; Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2015). 

Resilienz wird als – erworbene – Fähigkeit verstanden, Krisen und Belastungen so zu bewältigen, dass das Individuum nicht zerbricht, sondern gestärkt daraus hervorgeht. 

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Resilienz keine angeborene Persönlichkeitseigenschaft ist, sondern im Verlauf des Lebens entwickelt wird; von besonderer Bedeutung sind dabei die frühen Lebensjahre. 

Die Resilienzforschung zeigt, dass es sich um eine dynamische Eigenschaft handelt. Das Kind wird als aktiver »Bewältiger« und (Mit-)Gestalter seines Lebens gesehen; die Fähigkeit der seelischen Widerstandskraft entwickelt sich aus der Interaktion mit den Bezugspersonen und realen positiven Bewältigungserfahrungen: Aus der gelungenen Bewältigung herausfordernder oder kritischer Situationen geht das Kind gestärkt hervor. Es handelt sich bei »Resilienz um eine dynamische Kapazität (…), die sich über die Zeit im Kontext der Mensch- und Umweltinteraktion entwickelt« (Petermann et al., 2004, S. 345). Die positive Bewältigung von Krisen, Belastungen und Entwicklungsaufgaben – eine spezifische Bedeutung haben hier Übergänge, zum Beispiel von der Familie in den Kindergarten oder vom Kindergarten in die Schule – wirkt sich positiv auf die weitere Entwicklung aus.

RESILIENZFAKTOREN 

In der Resilienzforschung wurde und wird ein besonderes Augenmerk auf die Identifikation von Schutzfaktoren gelegt, die die Wahrscheinlichkeit einer gesunden seelischen Entwicklung (deutlich) erhöhen (Bengel, Meinders-Lücking & Rottmann, 2009; Rönnau-Böse, 2013). Es besteht Einigkeit darüber, dass der wichtigste Schutzfaktor eine stabile, wertschätzende, emotional warme Beziehung zu einer (erwachsenen) Bezugsperson ist. In ihrer umfassenden Analyse der letzten 50  Jahre Resilienzforschung kommt Luthar zu dem Schluss: »Die erste große Botschaft ist: Resilienz beruht grundlegend auf Beziehungen« (Luthar, 2006, S. 780; Übers. d. Verf.). Dabei ist weniger entscheidend, zu wem diese Beziehung besteht, sondern wie diese Beziehung gestaltet ist, damit sie sich positiv auswirkt. Wichtige Elemente sind hier die konstante Verfügbarkeit, die Vermittlung von Sicherheit und der feinfühlige Umgang mit den Bedürfnissen des Kindes sowie eine wertschätzende Unterstützung seiner Fähigkeiten (Fröhlich-Gildhoff &Rönnau-Böse, 2015). Im besten Fall sind diese Beziehungspersonen die Eltern, aber gerade die Resilienzforschung hebt die Bedeutung von sogenannten kompensierenden Bezugspersonen hervor. Dies können Fürsorgepersonen aus dem erweiterten Familienkreis sein, aber auch pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, Grundschulen oder in der Jugendhilfe (Bengel, Meinders-Lücking & Rottmann, 2009; Pianta, Stuhlman & Hamre, 2007; Luthar, 2006). Auf der Ebene der Person selbst haben Kompetenzen zur Bewältigung herausfordernder und kritischer Situationen eine wesentliche Bedeutung. In einer weiter gefassten Definition wird Resilienz als eine Kompetenz verstanden, die sich aus verschiedenen Einzelfähigkeiten zusammensetzt (Rönnau-Böse  & Fröhlich-Gildhoff, 2012), Fingerle (2011) spricht hier von »Bewältigungskapital«. Diese Kompetenzen sind nicht nur relevant in Krisensituationen, sondern auch notwendig, um z.  B. Entwicklungsaufgaben und besonders herausfordernde Alltagssituationen zu bewältigen. Die Einzelkompetenzen entwickeln sich in verschiedensten Situationen, werden unter Belastung aktiviert und zeigen sich dann als Resilienz. Eine genaue Analyse der weltweit identifizierbaren Langzeitstudien unter der Resilienzperspektive sowie die Auswertung von bedeutenden nationalen und internationalen Studien und Überblicksarbeiten zur Thematik zeigt, dass auf personaler Ebene 6  Kompetenzen – personale Resilienzfaktoren – besonders relevant sind, um Krisensituationen, aber auch Entwicklungsaufgaben und kritische Alltagssituationen zu bewältigen (Rönnau-Böse, 2013) 

MEHR ERFAHREN

Auch Erwachsene können resilienter werden

„Ganz wichtig ist es, nicht in selbstschädliches Grübeln zu verfallen. Die Gedanken, die wir uns zu einem Geschehen machen, verursachen Gefühle – und diese wiederum leiten unser Handeln.“

Wenn ein Mensch also etwa glaube, dass er vom Pech verfolgt sei, mache ihn das verzweifelt und es lähme seine Handlungsfähigkeit. „Denkt er dagegen: ‚Dieses Mal hatte ich Pech‘, ist seine Stimmung zuversichtlicher, und er hat Hoffnung, die Situation beherrschen und verbessern zu können.“

Wichtig ist auch, zu akzeptieren, dass Stress, Krisen und Schicksalsschläge zum Leben dazugehören. Die Forschung zeigt, dass resiliente Menschen belastende Situation in ihr Leben integrieren. Sie empfinden sie zwar auch als schmerzhaft, lassen aber nicht zu, dass sie ihr Leben bestimmen.

So kommen sie schneller wieder auf die Beine als Menschen, die über ihr Schicksal klagen und sich dadurch immer wieder aufs Neue mit dem Problem und seiner Entstehung beschäftigen.

Die US-amerikanische Psychologenvereinigung APA hat sogar eine Anleitung zum Erlernen von Resilienz mit dem Titel „Road to resilience“ herausgegeben. Demnach sollen folgende Verhaltensweisen zum Ziel führen: 

    • Sorge für dich selbst, 
    • glaube an deine Kompetenz, 
    • baue soziale Kontakte auf, 
    • entwickle realistische Ziele, 
    • verlasse die Opferrolle, 
    • nimm eine Langzeitperspektive ein, 
    • betrachte Krisen nicht als unüberwindbares Problem.

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Panikstörungen

Panikattacken (Episodisch paroxysmale Angst)

Als Panikattacke wird das einzelne plötzliche und in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion ohne objektiven äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion sind.

Die Panikattacke ist ein eigenständiges Krankheitsbild und gehört daher eigentlich in die spezielle Psychopathologie. Es handelt sich um Episoden intensiver Angst, die sich unerwartet und unvorhersehbar einstellen. Es kommt zu Atemnot, Benommenheit, Herzrasen, Zittern, Erstickungsgefühl u.a.

Während einer Panikattacke verspüren Betroffene in einer kurzen Phase extreme Angst und Furcht. Diese wird von körperlichen und/oder emotionalen Symptomen begleitet. Wenn diese Panikattacken regelmäßig auftreten, schränken Sie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein. Dagegen kann eine Psychotherapie Abhilfe verschaffen.

Verborgene Panik – Die Symptome einer stillen Panikattacke

Eine stille Panikattacke ist wie ein Alarm im Körper, der von außen unbemerkt losgeht. Stellen Sie sich vor, Sie geraten in Hochspannung, aber niemand sieht es: Ihr Herz klopft schneller, Sie bekommen vielleicht schlecht Luft, fühlen sich benommen oder haben Angst, ohne dass es jemand merkt. Es ist, als würden Sie innerlich einen Sturm erleben, während Sie nach außen hin ruhig wirken. 

Das Tückische an den Symptomen einer stillen Panikattacke ist, dass Sie vielleicht versuchen, normal weiterzumachen, obwohl alles in Ihnen nach Hilfe ruft. Wichtig zu wissen ist: Sie sind nicht allein mit dieser Störung und es gibt Methoden, damit umzugehen.

Was ist eine stille Panikattacke?

Panikattacken sind ein häufiges Phänomen, das viele Menschen im Laufe ihres Lebens erleben. Nicht alle Panikattacken sind jedoch gleich – es gibt verschiedene Formen. Die stille Panikattacke, die sich vorwiegend im Verborgenen abspielt, ist eine davon.

Während “klassische” Panikattacken durch sichtbare Symptome wie Zittern, Schwitzen oder lautes Atmen gekennzeichnet sind, zeigt sich die stille Panikattacke oft weniger offensichtlich. Jeder kann von stillen Panikattacken betroffen sein, unabhängig von Alter oder Geschlecht, allerdings gibt es eine leichte Tendenz zu jüngeren Erwachsenen und Frauen. (Quelle: US-Gesundheitsministerium, National Institutes of Health, NIH-Veröffentlichung Nr. 22-MH-8077, überarbeitet 2022)

Warum bekommt man eine Panikattacke?

Stille Panikattacken können durch ähnliche Faktoren wie herkömmliche Panikattacken ausgelöst werden, einschließlich Stress, genetischen Prädispositionen oder signifikanten Lebensveränderungen. 

Insbesondere wiederkehrende Panikattacken können ein Hinweis auf eine Angststörung sein.

Woran Sie Panikattacken erkennen 

Panikattacken sind durch ihr plötzliches Auftreten und das Erleben intensiver Angst gekennzeichnet. Die Betroffenen erleben dabei eine extreme Art der Angst, welche von weiteren körperlichen Symptomen begleitet wird. Panikattacken können als Symptom verschiedener psychischer Störungen auftreten, Sie können aber auch situationsabhängig sein und nur auftreten, wenn der Betroffene mit einem bestimmten Angstauslöser konfrontiert wird. Es kann allerdings auch passieren, dass Panikattacken ohne einen erkennbaren Grund auftreten.

Symptome einer Panikattacke

Bei einer Panikattacke handelt es sich um einen plötzlich auftretenden Zustand extremer Angst, welche ihren Höhepunkt innerhalb weniger Minuten erreicht.

Während die übermäßige Angst bzw. Furcht das Hauptsymptom einer Panikattacke darstellt, gibt es neben der Angst noch eine Reihe an weiteren Symptomen, welche ebenfalls typisch für eine Panikattacke sind. Zu diesen zählen:

Körperliche bzw. psychosomatische Symptome einer Panikstörung:

  • Atemnot, Benommenheit
  • Taubheits- oder Kribbelgefühle
  • „weiche Knie“, Schwindel, Zittern, Beben
  • starkes Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag 
  • Schmerzen, Druck oder Enge in der Brust
  • Schwitzen, Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Übelkeit, Bauchbeschwerden

Psychische Symptome einer Panikstörung:

  • Unsicherheit
  • Angst, bewusstlos zu werden
  • Atemnot, Erstickungsangst, Engegefühl im Hals 
  • Angst, im nächsten Moment zu sterben
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren
  • Entfremdungsgefühle („Das kann nicht sein!“ – „Ich bin ganz woanders, nicht hier!“)
  • Angst, wahnsinnig zu werden

Panikattacken können aus verschiedenen Situationen heraus auftreten. Für Betroffene kann eine Panikattacke aus einem ängstlichen Zustand oder aus einer ruhigen Situation heraus auftreten.

Unterschied zwischen Panikattacken und Panikstörungen

Die Begriffe Panikstörung und Panikattacke werden oft im gleichen Kontext miteinander verwendet. In der Psychotherapie wird von einer Panikstörung geredet, wenn Betroffene immer wiederkehrende Panikattacken erleiden. Nach dem Auftreten der Panikattacken folgt eine Phase, in der sich Betroffene Sorgen um das weitere Auftreten von Panikattacken machen. Diese Sorgen werden teilweise von Verhaltensänderungen zur Vermeidung von weiteren Panikattacken begleitet.

Wenn von einer Panikattacke gesprochen wird, ist damit der Zustand der extremen Angst gemeint, den die Betroffenen verspüren. In der Psychotherapie kann ein Therapeut herausfinden ob die Panikattacken als Symptom einer Panikstörung oder anderen Störung bzw. Erkrankung auftreten und je nach dem wird dann die Psychotherapie jeweils auf den Patienten individuell zugeschnitten.

Welche Ursachen haben Panikattacken?

Panikattacken können verschiedene Ursachen haben. Einen eindeutigen Grund für das Auftreten von Panikattacken konnte noch nicht herausgefunden werden.

Häufige Ursachen für Panikattacken

Traumatische ErfahrungenWissenschaftler gehen davon aus, dass traumatische Erlebnisse in der Kindheit oder im Erwachsenenalter zu regelmäßigen Panikattacken führen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten, die unter regelmäßigen Panikattacken leiden oft traumatische Erlebnisse in der Kindheit angeben.

Ängstlichkeit: Menschen die von Haus aus ängstlicher sind, haben ein erhöhtes Risiko unter Panikattacken zu leiden. Sie interpretieren körperliche Reaktionen auf Stress als lebensbedrohlich und entwickeln so eine Angst vor ihnen.

Vermeidungsverhalten: Betroffene von Panikattacken sind oft der Meinung, dass sie stressige Situationen nur durch Medikamente oder eine andere Person bewältigen können. Dadurch entsteht eine Angst davor diese Situationen ohne direkt verfügbare Hilfe zu konfrontieren. Solange die Betroffenen nicht die Erfahrung machen, dass sie diese Situationen auch ohne Hilfe überstehen können, bleibt die Angst weiterhin bestehen und die Panikattacken tauchen weiterhin auf.

Stress: Stress kann ebenfalls eine Panikattacke auslösen. Wenn z.B. die Situation mit dem Partner, die Situation auf Arbeit oder Existenzängste besonders viel Stress verursachen, können Betroffene Panikattacken in stressigen Situationen entwickeln.

Panikauslösende Substanzen: Alkohol, Drogen und verschiedene Medikamente können bei den Konsumenten Panikattacken auslösen. Oft versuchen die Betroffenen ihre Panikattacken durch den Konsum zu lindern. Dabei verschlimmern diese Substanzen die Panikattacken oft nur noch weiter und führen zu der Entwicklung einer schwerwiegenderen Angsterkrankung.

Derealisation: Bei der Derealisation wird die Umwelt universell als fremd wahrgenommen obwohl einzelne Details sehr wohl erkannt und zugeordnet werden können. Menschen, Objekte oder die gesamte Umgebung erscheinen unvertraut, unwirklich, fern, künstlich, zu klein oder zu groß, farblos oder leblos.

Depersonalisation: Betroffene leiden unter der Wahrnehmung, als seien sie „nicht richtig hier“, oder als ob sie wie „neben sich stehen“. Sie kommen sich selbst unwirklich und verloren vor. Sie erleben ihre Umwelt unwirklich, fremd, künstlich oder als ob wie durch einen Schleier sehen.

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